Drachenkinder - Stark und fröhlich
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KONZEPT DER  2DRACHENKINDER"

Inhalt    

1   Der Kinderladen stellt sich vor  

1.1   Zur Entstehung        

1.1.1  1999 – Ein Jahr der Veränderung        

1.1.2  Zusammenarbeit im Spielhaus

1.2  Außenbereich und Räumlichkeiten

1.3  Struktur der Kindergruppe

1.4  Öffnungszeiten und Schließzeiten

1.5  Personal

1.6  Tagesablauf  (Beispiel)       

1.6.1  Regelmäßige Termine / Aktivitäten    

2   Prinzipien und Grundsätze der täglichen Arbeit  

2.1  Der pädagogische Ansatz

2.2  Das Freispiel

2.3  Lernen und Bildung       

2.3.1  Lernbereiche im Kinderladen

2.4  Die Rolle der Erzieher / innen 2.5  Erziehung in der Gruppe  

 

3   Inhaltliche Einzelfragen  

3.1  Regeln und Grenzen

3.2  Partizipation (Beteiligung)

3.3  Umgang mit Aggressionen und Konflikten

3.4  Ernährung und Essen

3.5  Gruppenwechsel und Einschulung  

3.6  Eingewöhnung neuer Kinder       

3.6.1  Begleitung der Eltern in der ersten Zeit

3.7  Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Eltern

3.8  Elternmitarbeit

   Integration

 4..1  Integrationsverständnis des Kinderladen

4.2  Heilpädagogik

4.2.1  Heilpädagogisches Handeln       

4.2.2  Heilpädagogische integrative Arbeit

4.2.3  Lern- und Erfahrungsprozesse initiieren

4.2.4  Spezifische Förderangebote      

4.3.5.  Schwerpunkte und Zielsetzung

4.3.1  Methode       

 4.3.2  Mögliche Fördermaßnahmen


1.  Der Kinderladen stellt sich vor

1.1  Zur Entstehung

Der „Kinderladen Drachenkinder e.V.“ entstand aus einer Elterninitiative und wurde bis zum Frühjahr 2000 noch „Kinderladen Wilhelm-Bluhm-Strasse e.V.“ genannt.

Anfang 1982 mietete die Stadt Hannover von der Bettfedernfabrik „Werner&Ehlers“ das ehemalige Kantinen/Hausmeisterhaus in der Wilhelm-Bluhm-Str. 10 (das heutige Spielhaus Linden-Nord) an, um es an Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit kostengünstig weiter zu vermieten. Hierzu gehörte auch die ursprüngliche Elterngruppe des Kinderladen, die vorher ihre zehn Kinder in Räumen des Glockseegeländes selbst betreuten.

Im Mai 1982 erhielt der Kinderladen seine Anerkennung durch die zuständigen Ämter. Im Konzept des Spielhauses wurde auch vorgesehen, dass sich Eltern des Kinderladen um eine Festigung und Etablierung der im Haus untergebrachten offenen Stadtteilkindergruppe engagieren sollte (die heutige AWO-Kindergruppe). 1990 vergab die Stadt die Trägerschaft des Spielhauses an den „Verein für Kinder- und Jugendarbeit“. Durch deren Engagement wurde 1994 das marode Spielhaus, als eine der letzten Maßnahmen der „Sanierung Linden-Nord“, modernisiert. Durch den Ausbau des Dachgeschosses erhielt jede Gruppe mehr Platz.

 

1.1.1  1999 – Ein Jahr der Veränderung              

Nachdem 1999 die Wilhelm-Bluhm-Str. umbenannt wurde, musste ein neuer Name her! Die Kinder entschieden sich für den Namen „Drachenkinder“, da ein großer gemalter Drache seit Jahren die Hauswand des Spielhauses schmückt.

Im selben Jahr wurde die inhaltliche Arbeit durch eine „Einzelintegration“ erweitert. Viele positive Erfahrungen haben uns darin bestärkt, eine „integrative Gruppe“ zu werden. Durch das gemeinsame Engagement von Eltern und Mitarbeitern, sowie der guten fachlichen Begleitung durch die Kila-Initiative haben wir unser Ziel erreicht und seit August 2005 die Betriebserlaubnis für eine integrative Gruppe.

 1.1.2  Zusammenarbeit im Spielhaus

Die drei Gruppen im Haus (Caritasverband, Kinderladen, AWO-Kindergruppe) haben trotz unterschiedlicher Inhalte und ihrer autonomen Struktur eine Verbundenheit, die sicherlich durch die gemeinsame Geschichte des Hauses gewachsen ist. Die anstehenden Aufgaben, die alle gemeinsam betreffen, werden von den Mitarbeitern aller Gruppen in regelmäßigen „Hausratstreffen“ besprochen.

 

 Die Räume des Kinderladen befinden sich im ersten Stock des „Spielhaus Linden-Nord“. Der Nachteil des Treppensteigens wird durch einige Aspekte kompensiert. Zunächst ist die hervorragende Lage des Spielhauses zu nennen, welches direkt an einem grossen Spielplatz und den Grünanlagen des Ihme-Ufers angrenzt. Das Spielhaus selbst hat ein eigenes abgezäuntes Aussengelände und bietet den Kindern verschiedenste Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.

 

Die Räume des Kinderladens haben eine Gesamtfläche von ca. 105 qm. Eine Aufteilung der Räume in verschiedene Spiel- und Funktionsbereiche ist vorgegeben, jedoch lassen sich Bereiche, wie z.B. der Essraum, tagsüber auch anders nutzen. Im weiteren verfügt das Spielhaus noch über einen grossen Bewegungsraum und einem Werkraum im Keller, welche von den Gruppen im Haus nach Absprache genutzt werden.

 

 

1.3  Struktur der Kindergruppe

Zur Zeit betreuen wir insgesamt 18 Kinder, zwei davon mit heilpädagogischem Förderbedarf. Die Kinder werden ab dem dritten Lebensjahr aufgenommen und verbleiben bis zur Einschulung im Kinderladen. Bei der Gruppenzusammensetzung achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis bei Alter und Geschlecht.

 

 

  1.4  Öffnungszeiten und Schliesszeiten

Der Kinderladen ist täglich von Montag bis Freitag geöffnet. Zur Zeit gelten folgende Öffnungszeiten:

 

Montag – Donnerstag:  08.00 – 16.00Uhr

                       Freitag:  08.00 – 15.30Uhr

Die Kinder sollen bis spätestens 9Uhr im Kinderladen sein, damit eine störungsfreie Atmosphäre beim gemeinsamen Frühstück gegeben ist und ihnen so einen entspannten Start in den Kinderladenalltag zu ermöglichen.

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist der Kinderladen geschlossen. Während der Sommerferien kann bei Bedarf eine Schliesszeit vereinbart werden. Die hierfür notwendigen Absprachen sind von den Mitgliedern (+Mitarbeitern?) im Rahmen eines Elternabends zu treffen.

 

 

1.5  Personal

Nach der Erweiterung der Betriebserlaubnis für eine integrative Gruppe steht dem Kinderladen folgendes Personal/ wöchentliche Arbeitszeit zur Verfügung:

 

            - 1 Erzieher in Vollzeit                     38,5   Std.

            - 1 Erzieherin in Vollzeit                  38,5   Std.

            - 1 Erzieher/in in Teilzeit                  19,25 Std.

            - 1 Heilpädagoge/in in Vollzeit       38,5   Std.

^          - 1 „FSJ“-Praktikantin

            - 1 Hauswirtschaftskraft

Für Aufgaben wie Organisation und Büroarbeit wird dem/der leitenden Erzieher/in 6 Stunden Freistellung eingeräumt. Dem/der Heilpädagoge/in wird für Entwicklungsberichte verfassen, gesonderte Angebote ausarbeiten, etc., ? Stunden angerechnet. Das gesamte pädagogische Team bekommt wöchentlich 5 Stunden Verfügungszeit für folgende Aufgaben angerechnet:

 

Teambesprechung:  wöchentlich, 2,25 Stunden

Kontinuierliche Auseinandersetzung, um eine geplante,           sinnvolle pädagogische Arbeit zu gewährleisten

Themen können sein:

Vorbereitung der täglichen pädagogischen Arbeit, Absprache, Planung, Projekte entwickeln, Reflexion, Elterngespräche, Weitergeben von Fortbildungsinhalten, Fallbesprechungen und Vorbereitung daraus resultierender spezieller Angebote für Kinder und Elterngespräche

         

Einkäufe tätigen, Materialbeschaffung, Fachliteratur lesen, Bücherei nutzen, Kontakte pflegen, fachliche Hilfe von aussen wahrnehmen, Hausbesuche, Fortbildung, Anlernen von PraktikantInnen

 

Alle 3 Wochen (= wöchentlich 1 Stunde)

Elternabende vor- und nacharbeiten, Tops für Elternabende formulieren, Anwesenheit und Gestaltung von Elternabenden

1.6  Tagesablauf  (Beispiel)   08.00 – 09.00Uhr :   Ankommen der Kinder,                                    Erzieher kommen im Schichtdienst;                                    Freispielsituation, Maltisch, Vorlesen, etc.;                                    Kinder sollen bis 9Uhr gebracht werden;                          09.00Uhr :   gemeinsames Frühstück (Getränke vom Kila), jeden Mittwoch          

                            besonderes Frühstück (Brötchen, Müsli, backen mit den Kindern,

                            o.ä.), danach Zähne putzen;

 

Anschliessend    :   Stuhlkreis, Angebote und Aktivitäten des Tages werden  

besprochen, die Kinder entscheiden sich für ein Angebot, Aufteilung in Kleingruppen;

Im Rahmen der Integrationsarbeit punktuelle heilpädagogische Angebote für einzelne Kinder wie auch für Kleingruppen;

Tägliche Möglichkeit „draussen“ zu spielen;

 

            12.30Uhr   :   gemeinsames Aufräumen

            12.45Uhr   :   Mittagessen, danach Freispiel

            13.30Uhr   :   erste Kinder werden abgeholt, Freispiel oder Angebote von den

                                   Erziehern, Draussenspielzeit;

15.45 – 16.00Uhr :  Die Kinder werden abgeholt, Übergang/ Fragen/ Austausch unter

                                   den Erziehern und Eltern;

 

1.6.1  Regelmässige Termine/ Aktivitäten

Dienstag  :  feste Zeit im Toberaum, Angebote im Bereich Bewegung (Psychomotorik, Motopädie, Rhythmik)

                    Aktionstag für die Vorschulkinder (Projekte, Ausflüge, Schule spielen); Mittwoch  :  Spielzeug-Mitbringtag

Donnerstag  :  Schwimmen in Kleingruppen

 

Die Gruppe besucht regelmässig Theatervorstellungen oder macht Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Dabei werden in erster Linie die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt.

 

2.  Prinzipien und Grundsätze der täglichen Arbeit

 

2.1  Der pädagogische Ansatz

Schwerpunktmässig arbeiten wir nach dem „ganzheitlichen“ sowie „Situationsorientierten“ Ansatz.

„Jedes Kind wird unter Berücksichtigung seiner Persönlichkeit, seiner Bedürfnisse, seines familiären Hintergrundes, seines Umfeldes, seines Entwicklungsstandes und seiner Stärken und auch Schwächen gesehen. Dies sind Grundlagen für die Wahrnehmung des Kindes durch die Erwachsenen und den individuellen Umgang mit ihm.“

Wir geben den Kindern die Möglichkeit sich und ihre Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren und zu begreifen. Durch eine stetige Beobachtung und dem Austausch mit den Kindern in den verschiedenen Situationen im Kinderladenalltag (Freispiel, Rollenspiel, angeleitetes Spiel), versuchen wir soweit wie möglich die Kinder in ihren Bedürfnissen und Wünschen „abzuholen“, zu begleiten und zu unterstützen. Beispiele hierfür könnten emotionale Höhen und Tiefen sein sowie aktuelle Ereignisse in der Gruppe und zu Hause, wie Umzug, Unfall , Geburt eines Geschwisterkindes, neue Kinder in der Gruppe.

Wir geben den Kindern Anregungen und Hilfestellung zum eigenständigen Handeln. Darüber hinaus ist es uns wichtig, den Kindern themenübergreifende, strukturierte Aktivitäten und Angebote anzubieten ( z.B. Spiel- und Singkreise, Bewegungsangebote, Projekte, wiederkehrende jahreszeitliche Ereignisse und Feste).

 

 

2.2  Das Freispiel

Freispiel bedeutet, dass die Kinder selbst entscheiden,  was sie spielen möchten. Sie folgen dabei der eigenen  Phantasie, den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen, und regen sich dabei gegenseitig an. Im Freispiel stellen die Kinder eigenes Können dar und verarbeiten ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Das Freispiel fördert die Vertiefung und Verarbeitung dieser Erfahrungen, wie z.B. im Rollenspiel Kinder das Verhalten ihrer Eltern nachspielen.

Wichtig ist, dass die Kinder im Freispiel ihren Einfällen und Ideen nachgehen können, ohne dass die Erzieher/in in das Spielgeschehen eingreift. Für uns Erzieher/innen bietet das Freispiel die Möglichkeit, die Kinder zu beobachten. Nur durch Beobachtung und den späteren Austausch darüber können wir die Situation der einzelnen Kinder und der Gesamtgruppe einschätzen. Somit erhalten wir wichtige Informationen für unsere inhaltliche Arbeit.

 

 

2.3  Lernen und Bildung

Lernentwicklung wird nicht als ein – mit Hilfe einer Checkliste – abhakbares Lernergebnis verstanden, sondern vielmehr als das Resultat von Lernprozessen in der aktiven Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt – in der Integrationsgruppe mit ihren Beschäftigungsangeboten und den Beziehungsmöglichkeiten.

„Ohne Auseinandersetzung mit der physikalischen Umwelt ist Lernen ein sehr schwieriger Prozess. Der größte Teil dessen, was wir lernen, muss in erster Linie durch Verknüpfung unserer sinnlichen Wahrnehmungssysteme erfolgen. Zu einem späteren Zeitpunkt kann mehr intellektuelles und akademisches Lernen erfolgen. Gegenseitige sensomotorische Beeinflussung liefert das Grundgerüst für spätere geistige Leistungen. Man könnte den eindruck gewinnen dass ein Kind, während es spielt, nichts lernt, tatsächlich jedoch lernt es etwas sehr grundlegendes: Es lernt, wie man lernt!“                                                                          A.Jean Ayres   

 

           

2.3.1       Lernbereiche im Kinderladen

 

1) Lebenspraktischer Bereich

Handlung Ergebnis

-         Aufräumen

-         An- und Ausziehen

-         Tisch decken und abräumen

-         „Brot schmieren“

-         Zähne putzen

-         Selbständigkeit

-         Selbstwertgefühl

 

 

2) Emotional- sozialer Bereich

Handlung Ergebnis

-         Rollenspiel

-         Regelspiel

-         Freispiel

-         Stuhlkreis

-         Essenssituation

-         gemeinsame Aktivitäten

-         Frustrationstoleranz

-         Selbstwertgefühl

-         Selbstbewusstsein

-         Kontaktfähigkeit

-         Respekt gegenüber anderen

-         Gegenseitige Rücksichtnahme, Abwarten können

-         Konfliktfähigkeit

-         Gruppenfähigkeit

-         Verantwortungsgefühl

-         Kritikfähigkeit

-         Andere Bezugspersonen akzeptieren

-         Gefühle zeigen und verarbeiten

-         Wertschätzung gegenüber Dingen

 

3) Wahrnehmungs- und Bewegungsbereich

Bewegung ist das Tor zum Lernen und hat im Zusammenspiel mit der Wahrnehmung eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung. Deshalb liegt bei der Förderung kindlicher Kompetenzen ein besonderer Akzent auf Bewegung.

Handlung / Tätigkeit

Ergebnis

Schaukeln, schwingen, balancieren, rutschen, schwimmen, klettern, kneten, malen, schneiden, bauen, matschen, riechen, schmecken, fühlen;

-         Körpererfahrung

-         Körperbewusstsein

-         Grobmotorik

-         Feinmotorik

-         Geschicklichkeit

-         Raum- Lageverständnis

4) Sprachlicher- / kognitiver Bereich

Handlung / Tätigkeit Ergebnis

-         Erzählstuhlkreis, Vorlesen, Bilderbuchbetrachtungen

-         Farb- Formen- und Zahlenspiele, Singspiele, Fingerspiele, Abzählreime

-         Projekte und deren Darstellung, Experimente

 

-         logisch- mathematisches Denken

-         Sprachverständnis, Wortschatz-erweiterung

-         Merkfähigkeit, Konzentration, Lernbereitschaft

-         Neugierde wecken bzw. erhalten

5) Werte und Normen / Natur und Lebenswelt

Handlungen Ergebnis

-         Exkursionen in die Natur, Waldprojekt

-         Gemeinsame Aktivitäten

-         Experimentieren mit den Elementen

-         Feste und Rituale im Jahreslauf

-         Wertschätzung, Verantwortungsgefühl, Naturbewusstsein

-         Kennenlernen von Traditionen und kultureller Herkunft

 

6) kreativer Bereich

Handlung Ergebnis

Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien ( Wasser, Sand, Ton, Knete, Farbe, Bildnerisches Gestalten, Werken )

-         Materialerfahrung

-         Differenzierte Ausdrucksmöglichkeiten

-         Geschicklichkeit

-         Konzentration, Ausdauer

 

Aus den vorab beschriebenen Lernbereichen ergeben sich für unsere Arbeit folgende Ziele / Schwerpunkte:

-         Förderung des Sozialverhaltens

-         Soziale Integration aller Kinder

-         Förderung der Handlungsfähigkeit (Entwicklung neuer Kompetenzen)

-         Förderung der Gesamtmotorik

-         Förderung der sensomotorischen Erfahrungsmöglichkeiten

-         Förderung der Selbständigkeit, des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls

-         Förderung der geistigen Entwicklung

-         Förderung der Phantasie und Kreativität

 

 

2.4  Die Rolle der Erzieher/Innen

                                   Ich mag Dich so, wie Du bist,

                                   ich vertraue auf Deine Fähigkeiten,

                                   wenn Du mich brauchst bin ich da,

                                   Versuch`es zunächst einmal selbst.

 

Wir sehen unsere pädagogische Aufgabe als Entwicklungs- und Lebensbegleitung, indem wir den Kindern Orientierung, Begleitung, Unterstützung und Förderung bieten. Wir bringen den Kindern Achtung, Echtheit, Akzeptanz und Wertschätzung entgegen. Unser pädagogisches Handeln gründet auf einem ganzheitlichen Ansatz, also die Gesamtperson mit all ihren Bedingungshintergründen, ihrem sozialen Umfeld und individuellen Möglichkeiten im Blick zu haben.

 

 

2.5  Erziehung in der Gruppe

Ein Grundgedanke unserer Arbeit ist es, das soziale Verhalten der Kinder zu fördern und zu begleiten, mit dem Ziel:

 

-         Gruppenfähigkeit zu fördern

-         Das Gruppengefühl zu stärken

-         Sich in Auseinandersetzungen durchsetzen, behaupten und/oder nachgeben zu können.

-         Akzeptanz und Toleranzfähigkeit zu entwickeln

-         Werte und Normen zu vermitteln

-         Kritikfähigkeit zu entwickeln­

 

 

3.  Inhaltliche Einzelfragen

3.1  Regeln und Grenzen

„Regeln geben Kindern und Erwachsenen Orientierung und Sicherheit für Ihr Verhalten und ermöglichen das Zusammenleben“.

 

Wir legen Wert auf respektvolle Umgangsformen untereinander:

-         Begrüßung / Verabschiedung

-         sich entschuldigen können

-         Bitte / Danke sagen

      -    sich gegenseitig respektieren und helfen

 

Regeln zum Schutz der Kinder

-         mindestens zwei Kinder alleine in den Hof gehen lassen

-         beim Straßenüberqueren fassen sich zwei Kinder an

-         eigene Grenzen klar mitteilen und die der anderen akzeptieren

(Ich möchte das nicht! Lass´ es! Stopp!)

-         ein „Nein“ sollte akzeptiert werden

-         Wünsche und Bedürfnisse sollen respektiert werden (z.B. bei der Wahl der Spielpartner oder der Sitzpartner beim Essen)

 

Alltägliche Regeln

-         nicht mit Straßenschuhen in den Teppichraum

-         Zähneputzen nach dem Frühstück

-         Geschirr abräumen

-         Die Kinder und MitarbeiterInnen sollten das Essen probieren (wir zwingen kein Kind zum Essen!)

-         an einem Tag in der Woche ist „Spielzeugmitbringtag“. Am „Spielzeugtag“ soll nur ein Spielzeug mitgebracht werden

-         Nach Beendigung von Spiel- und Basteleinheiten räumen Kinder und Erwachsene die Materialien auf ( Jeder soll sich verantwortlich fühlen )

 

 

 Erfordert es die jeweilige Situation, so gibt es Ausnahmen bei diesen Regeln und Absprachen, die wir dann variabel handhaben. ( z.B. in Umbruchsituationen, wenn neue Kinder in den Kila kommen.)

 

Fällt uns auf, dass Kinder bestimmte Grenzen und / oder  Regeln nicht mehr einhalten oder sie nicht mehr ernst nehmen, dann überdenken wir diese neu und besprechen logische Folgen und Konsequenzen mit den Kindern. 

 

„ Kinder brauchen Grenzen und Regeln, um sich zurechtzufinden, zu spielen, sich zu prüfen, zu entwickeln und lustvoll Gefahren auszusetzen, Ängste auszuhalten und  durchzustehen „

(Zitat aus: Kinder brauchen Grenzen von  Jan Uwe Rogge )

3.2  Partizipation  ( Beteiligung )

In unserem Kinderladen werden demokratische Grundüberzeugungen vermittelt. Dieses geschieht durch die Beteiligung der Kinder in Alltagssituationen, zum Beispiel beim gemeinsamen Frühstück, bei der Raumgestaltung, bei Ausflügen und vielem mehr.

In diesem Prozess der Partizipation sollen die Kinder schon im Kinderladenalter lernen:

-         eine eigene Meinung zu bilden

-         sie zu äußern

-         zu argumentieren

-         Kompromisse zu finden und einzugehen

-         Eine gemeinsame Entscheidung zu tragen.

 

Partizipation ist für uns ein konzeptionelles Grundprinzip, bei dem die Kinder ernst genommen werden und gemeinsam mit den Erwachsenen auf partnerschaftlicher Ebene demokratisches Verhalten lernen.

3.3  Umgang mit Aggressionen und Konflikten

Kinder versuchen im Spiel ihre persönlichen Konflikte und Probleme zu meistern. Spielerische Ausdrucksformen führen zur inneren Entspannung, z.B. in eine andere Rolle schlüpfen.

Entstandene Aggressionen sollten aus der jeweiligen Lebenssituation heraus betrachtet  und verstanden werden. Sie sind nicht nur negativ zu bewerten, sondern stellen eine momentane Ausdrucksmöglichkeit und den Versuch dar, Grenzen zu setzen und zu erfahren. Im Umgang mit Aggressionen versuchen wir, nur dann einzugreifen, wenn Grenzen überschritten werden ( z.B. bei Gefährdung der Kinder, psychischer Gewalt ).  Wichtiger als das Unterdrücken der Aggression erachten wir, den Grund für das Verhalten des Kindes zu erfahren und zu verstehen, um ihm Lösungsmöglichkeiten anbieten zu können und so seine Kompromissfähigkeit und die Persönlichkeit zu fördern.   

3.4  Ernährung und Essen

Essen gehört zu den Grundbedürfnissen eines jeden Menschen und ist somit auch für Eltern, Kinder und Erzieher ein wichtiges und sensibles Thema.

Die Erfahrung hat es immer wieder gezeigt, dass es sich als sehr schwierig erweist, eine einheitliche und für alle zufriedenstellende Linie im Thema Ernährung mit allen Eltern zu finden. Wir sprechen somit nach jedem Wechsel von Eltern und Kindern das Thema Ernährung neu an.

 

Unsere Grundhaltung lautet:

-         Wir bemühen uns um eine ruhige und gemütliche Essenssituation. Zur Rohkost wird eine Geschichte vorgelesen und vor der warmen Mahlzeit wird ein gemeinsamer Mittagsgruß gesprochen.

-         Wir erziehen die Kinder zur Selbständigkeit. Die Kinder füllen sich ihr Essen so weit es geht selbst auf und sind für das Decken und abräumen mit zuständig.

-         Wir nehmen bei der Zubereitung des Essens Rücksicht auf Allergien und Religionen.

-         Die Kinder und Mitarbeiter sollten das Essen probieren.

-         Wir zwingen kein Kind zum Essen.

-         Wir achten darauf dass sich die Kinder vor dem Essen die Hände waschen.

-         Die Erzieher essen mit den Kindern gemeinsam.

-         Wir leben den Kindern die Essmanieren vor.

-         Wir achten auf vollwertiges Frühstück in den Brotdosen (keine Süßen Sachen wie Fruchtzwerge, Milchschnitte).

-         Süßigkeiten gibt es zu besonderen Anlässen (Geburtstage, Feste, Ausflüge).

 

 

3.5  Gruppenwechsel und Einschulung

Ein gezieltes Vorschultraining im Kinderladen erachten wir als nicht notwendig, da jeder Kinderladentag ein ständiges Lernen beinhaltet.

  

Vorstellungen der Kinder, die mit dem Thema Schule zu tun haben, werden von uns aufgegriffen und auf spielerische Art und Weise vermittelt. Wir setzen uns mit  den jeweiligen Gefühlen und Wünschen der Kinder in Bezug auf ihren neuen Lebensabschnitt auseinander und stehen ihnen unterstützend zur Seite.

Wir streben einen Kontakt und Austausch mit den jeweiligen Grundschulen an, durch gemeinsame Schulbesuche können Ängste der Kinder im Vorfeld aufgelöst werden.

 

Unsere Erfahrung ist, dass sich die Interessengebiete der Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung verändern. Dies greifen wir auf und bieten besondere Gruppenangebote und Aktivitäten für die Kinder an, wie z.B. besondere Projekte, altersentsprechendes Basteln, Radtouren, Schule spielen.

 

 

3.6  Eingewöhnung neuer Kinder

Der Eintritt eines Kindes in den Kinderladen ist sowohl für das Kind als auch für seine Eltern eine gravierende Veränderung.

Ob sich das Kind wohlfühlt oder die Trennung von den Eltern schwer fällt, hängt von vielen Kriterien ab. Deshalb ist uns vor allem eine harmonische und konstruktive Form der Zusammenarbeit aller Beteiligten wichtig.

 

Folgende Schritte zur Aufnahme des Kindes sind vorgesehen:

-         Anmeldung des Kindes in der Einrichtung

-         Hospitation am Vormittag in der Gruppe. Die interessierten Eltern können mit ihrem Kind einen Eindruck vom Kinderladenalltag bekommen und wichtige Fragen beantwortet werden

-         Ein Aufnahmegespräch führen zwei Vertreter des Kinderladen mit den Eltern. Hierbei wird der Kinderladen in seinem ganzen Spektrum vorgestellt und erfährt etwas über die Bewerber

 

Die Eingewöhnungsphase sehen wir für die neuen Kinder und deren Eltern sowie auch für uns Mitarbeiter als ein sehr wichtiges Ereignis an.

Der 1. Tag soll besonderer sein und wir versuchen diesen mit der Kindergruppe gemeinsam für die neuen Kinder schön und  liebevoll zu gestalten. Auf Wünsche und Bedürfnisse wir in dieser Phase individuell eingegangen.

3.6.1  Begleitung der Eltern in der ersten Zeit:

Aus Erfahrungen hat es sich als sehr sinnvoll erwiesen, dass Eltern schon am 1. Tag mit Absprache der Kinder den Kinderladen für einen kurzen Zeitraum  verlassen. Diese Zeiträume werden dann täglich ausgeweitet und es wird angestrebt, dass das Kind nach  einer Woche keine Begleitung mehr braucht.

Die Art und Weise der Eingliederung hängt von der Anzahl der neu eintretenden Kinder ab.

(z.B. zeitlich versetzter Beginn)

 

 

3.7  Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Eltern

Die Struktur des Kinderladens erfordert eine beidseitig gute Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen, da sich einige Verantwortungsbereiche überschneiden. Dieses ermöglicht einen  problemlosen Ablauf (Informationsaustausch, Kontakte zu Ämtern, Organisation  und genaue Absprachen).

Der ständige Austausch zwischen Mitarbeitern und Eltern über die Kinder und /oder ihr Verhalten oder ihren Entwicklungsstand  findet bei den Bring- und Abholzeiten, an Elternabenden oder bei den vom Team angebotenen  Elterngesprächen statt. Das Team wünscht, über den intensiven Erfahrungsaustausch mit den Eltern Aufschluss über die aktuelle  Lebenssituation des Kindes auch außerhalb des Kinderladenalltags zu bekommen, damit individuell auf das Kind mit seinen Bedürfnissen eingegangen werden kann.

Zusätzlich gibt es einen Elternteil, für das Amt der „Personalbetreuung“, das als  „Verbindungsglied“ zwischen Eltern und Mitarbeitern  fungiert ( z.B. bei Missverständnissen untereinander,  zur Konfliktlösung , als Unterstützung ).

Die Eltern haben die Möglichkeit, an den Elternabenden  pädagogische und inhaltliche Themen und Wünsche  anzusprechen und zu diskutieren.

 

 

3.8  Elternmitarbeit

Da der Kinderladen als „freier Träger“ sich selbst organisieren muss, gibt es eine Vielzahl von regelmäßigen Aufgaben. Diese werden in gewisse „Ämter“ unter den Eltern aufgeteilt. Jedes Elternpaar muss bereit sein, ein Amt zu übernehmen. Als gegenwärtige Ämter gelten:

-         1. Vorsitzender / 2. Vorsitzender

-         Kassenwart / Kassenprüfer

-         Kontakt zum Jugendamt

-         Kontakt zur Kinderladen-Initiative

-         Personalbetreuung

-         Neuaufnahme der Kinder

-         Hausmeister ( für Reparaturen )

-         Organisation der gemeinsamen Freizeiten

-         Putzmitteleinkauf

-         Elterndienstlisten

-         Geschenke / Getränkeeinkauf

-         Spez. Betreuung der Haushaltshilfe

 

Die regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit an Elternabenden, z. Zt. Alle drei Wochen zwischen 20.30h bis ca. 22.30h, wird erwünscht bzw. vorausgesetzt.

 

Die Kinderladenwochenendfahrt und die Kinderladenfeste ( Laternenfest,  Weihnachtsfeier, Feste mit dem gesamten Spielhaus ) sind gemeinsame Aktivitäten mit Eltern, Kinder und Betreuer.

 

 

 

4.  Integration

 

4.1.  Integrationsverständnis des Kinderladen

Der Kinderladen Drachenkinder e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu erziehen und zu fördern.

Soziale Integration im Gruppenalltag ist ein Zusammenleben und Lernen von gleichwertigen Partnern. Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, mit ihrem individuellen Entwicklungsstand ( und mit den für sie notwendigen Hilfen ) gemeinsam spielen und lernen zu können. Unserer Auffassung nach haben Kinder, die mit vielen verschiedenen Kindern in Kontakt stehen bessere Chancen voneinander zu lernen und sich aufeinander einzustellen, somit toleranter und offener zu werden. Sie lernen die Besonderheiten anderer wahrzunehmen, zu akzeptieren und entwickeln ihre eigenen Ideen, gemeinsames Leben möglich zu machen.

Integrative Erziehung stellt somit ein Gegengewicht zur Abgrenzung und Diskriminierung dar.

Familien mit behinderten Kindern haben bei uns die Möglichkeit, eine wohnortnahe Einrichtung zu besuchen, um schon frühzeitig soziale Kontakte und Beziehungen im direkten Lebensumfeld aufbauen zu können und so einer sozialen Integration vorzubeugen. Gleichzeitig profitieren diese Familien vom sozialen Netzwerk der Elterninitiative, wie z.B. Mitbestimmung, Transparenz, Verabredungen der Kinder unterstützen.

Der erhöhte Förder- und Betreuungsbedarf wird durch zusätzliches Personal und die Erhöhung der Personalstunden kompensiert, was allen Kindern der Gruppe zugute kommt.

 

 

4.2.        Heilpädagogik

Heilpädagogik ist Erziehung, Förderung, Entwicklungs- und Lebensbegleitung für und mit Menschen, die unter erschwerten Bedingungen leben und aufwachsen. Aufgrund dieser Erschwernisse kann ihre entwicklung, Erziehung und soziale Integration nachhaltig beeinträchtigt sein.

 

4.2.1       Heilpädagogisches Handeln

Heilpädagogisches Handeln gründet sich im Umgang mit Einzelnen und Gruppen auf Kontakt und Beziehung, und auf ein ganzheitliches Menschenbild. Diese Ganzheit ist zu verstehen als eine unauflösliche Einheit körperlicher, geistiger, seelischer und sozialer Dimensionen.

 

4.2.2       Heilpädagogische integrative Arbeit

Heilpädagogische integrative Arbeit orientiert sich nicht an Defiziten der Kinder, sondern setzt bei den Stärken, Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten an, um darauf aufbauend Förderangebote zu gestalten, die Eigenaktivität des Kindes ansprechen. Es ist eine Förderung der Gesamtperson in ihrem sozialen Umfeld, auf der Grundlage ihrer persönlichen Möglichkeiten.

 

4.2.3. Lern- und Erfahrungsprozesse initiieren

Um auf Entwicklungs- und Lernprozesse einwirken zu können, müssen Lern- und Erfahrungsprozesse initiiert werden. Die Erarbeitung eines individuellen Förderplans bedeutet:

            Für das Kind werden für einen bestimmten Zeitraum

            Schwerpunkte hinsichtlich spezifischer Fördermaßnahmen

            gesetzt.

 

Diese besonderen Erfordernisse sind dann – wie die Bedürfnisse aller Kinder der Gruppe – bei der Planung der verschiedenen Aktivitäten oder Projekte zu berücksichtigen.

            „Soviel Gemeinsamkeit wie nur irgend möglich,

            soviel Differenzierung wie im Einzelfall nötig“.

 

4.2.4  Spezifische Förderangebote

Die spezifischen Förderangebote sollten nach Möglichkeit in das Gruppengeschehen integriert werden. Von den Angeboten und Aktivitäten, die als Entwicklungsanreiz für den Einzelnen verstanden werden, können alle Kinder der Gruppe profitieren. Viele Übungenmachen den anderen Kindern genauso viel Spaß und sind auch ihrer Entwicklung förderlich. Über Freude am gemeinsamen Tun entsteht das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Das Leben in der Gemeinschaft ermöglicht eine frühzeitige und spielerische Auseinandersetzung mit dem „Anderssein“ und begünstigt die Identitätsfindung durch das Kennenlernen von eigenen Beeinträchtigungen und Schwächen in der Begegnung mit anderen Kindern.

Durch ein gegenseitiges Wahrnehmen wird soziale Integration mit der Verantwortlichkeit für einander auf alle Beteiligten verteilt.

Die Selbstentfaltung eines Menschen gelingt nur im sozialen Miteinander:

            „Der Mensch wird am Du zum Ich“  (Martin Bubers)

 

 

4.3  Schwerpunkte und Zielsetzung

Wesentliches Anliegen sozialer Integration ist:

            Das Anstreben größtmöglicher Autonomie der Kinder, also Selbständigkeit auf

            möglichst vielen Ebenen.

            Diese Unabhängigkeit stärkt das Selbstbewusstsein und die soziale         

            Kompetenz.

 

Ø      Fördern der Entwicklung neuer Kompetenzen

( Handlungskompetenz )

Ø      Unterstützung der Selbsttätigkeit

( solche Handlungen, die das Kind seinen Fähigkeiten nach

                        selbständig ausführen kann )

Ø      Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

( Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten )

Ø      Förderung der sozialen Integration in die Gemeinschaft

( seinen Platz innerhalb der Gruppe finden )

Ø      Anbahnen von Lern- und Erfahrungsprozessen

( Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten bieten )

Ø      Stabilisierung des Selbstwertgefühls / Selbstbewusstseins

 

 

4.3.1       Methode

Angebote aus verschiedenen heilpädagogischen Bereichen, z.B.:

§         Kreatives Gestalten (Materialerfahrung)

§         Spiel

§         Psychomotorik

§         Musik / Rhythmik

Das gemeinsame Erleben von Tätigkeiten die Spaß machen, sollen den Gruppenalltag bestimmen!

 

4.3.2  mögliche Fördermaßnahmen

§         Experimenteller Umgang und individuelle Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien (Kleister, Fingerfarbe, Knete, Pappmache, Teig, Wasser, Sand,...) speziell zur Förderung der Sinnes- und Materialerfahrung

§         Bewegungsangebote mit sensorischen Erfahrungsmöglichkeiten

§         Spiele zur Förderung der Tiefenwahrnehmung mit taktilkinästetischen Reizen, Massagen und Ballebäder

§         Psychomotorische Angebote zur Förderung der raum-, Körper-, Material- und Sozialerfahrung

§         Förderung der Bewegungsfähigkeit, Kraft und Körpergeschick in der Umwelt (in immer neuen Situationen)

§         Förderung der Selbständigkeit im lebenspraktischen Bereich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drachenkinder e.V. | Walter-Ballhause-Str. 12 30451 Hannover-Linden